vorupør landingsplads historie

Tourismus und Fischerei in Vorupør

 

Wenn Sie sich am Landingsplads in Vorupør befinden und einem der einlaufenden Fischerbooten zusehen, so spüren Sie, wie der Tourismus zusammen mit der Fischerei von zentraler Bedeutung für diesen Ort sind.

Die Fischerei kann weit zurückverfolgt werden, die erste urkundliche Eintragung datiert aus dem Jahr 1689. Im Jahr 1851 wurde die erste Rettungsstation dort eingeweiht, wo sich heute die Vesterhavsgade und der Nordsøvej treffen.

In der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts erlebte die Fischerei ihre Blütezeit. Eine sehr wichtige Person in dieser Zeit war Jens Munk-Poulsen, der sich nach seiner Ausbildung zum Lehrer dazu entschloß, wieder nach Vorupør zurück zu kommen. Im Jahr 1887 gründete er die ”Fiskercompagniet”, eine Genossenschaft, deren Mitglieder die Möglichkeit hatten, gemeinsam die Boote, Ausrüstungsgegenstände usw. zu benutzen. Jens Munk-Poulsen war mit der ”Fiskecompagniet” auch Mitglied in der Inneren Mission, in der Alkohol und Tabak streng verboten waren. 1892 wurde die ”Vorupør Fiskeriforning” gegründet, die sich darum kümmerte, die gefangenen Fische über ganz Dänemark zu vermarkten. Diesen beiden Verbänden ist es zu verdanken, das Vorupør 1911 seine berühmte Mole zum Schutz des Hafens bekam. Dies war denn auch der Grund, dass Nørre Vorupør immer größer wurde und Sønder Vorupør weiterhin so klein blieb.

Der Ausbau der Häfen in Thyborøn sowie in Hanstholm bedeutete für Vorupør einen herben Rückschlag in Bezug auf die Fischerei. Nur noch wenige Kutter und Boote wurden ab diesem Zeitpunkt noch an den Strand gezogen

Mit dem Rückgang der Fischerei begann jedoch gleichzeitig die Entwicklung des Tourismus. Zu Beginn ganz klein und langsam mit der Vermietung von einzelnen, kleinen Zimmern, später dann eigenen Häuser bis zu den heute bekannten modernen und luxeriös ausgestatteten Ferienhäusern.

Heute sind eine Vielzahl von Geschäften, Supermärkten und Restaurants an der Vesterhavsgade angesiedelt und es gibt eine Vielzahl von Attraktionen und anderen Aktivitäten wie beispielsweise ein Meerbad (ab 2014).

Vorupør ist ideal plaziert direkt an der Nordsee und absolut zentral in Dänemarks erstem Nationalpark, dem ”Nationalpark Thy”. Dieses Gebiet zeichnet sich durch sehr große Dünenplantagen aus, die angepflanzt wurden, um die Bewohner des Landes vor dem Flugsand zu schützen.

König Christian der 3. erließ sogar ein Gesetz, dass jeder als Dieb bestraft wurde, der in den Dünen Pflanzen sammelte (um 1500). Zwischen 1600 – 1800 wurde der Flugsand so stark, dass man sich auf die Suche nach Pflanzen und Bäumen machte, die man anpflanzen könnte und die in der Lage sein mußten, den widrigen Wetterverhältnissen hier an der Nordsee zu widerstehen

Um den Untergrund der Dünen zu verbessern, wurde zuerst Strandhafer angepflanzt. Die Bäume, die später gepflanzt werden sollten, wurden zuerst in Thisted angepflanzt und später, wenn sie groß genug waren, zu den Dünen an die Küste transportiert und dort wieder eingepflanzt. Der Ort wurde den Bürgern von Thisted dann von König Christian dem 8. geschenkt und trägt daher auch den Beinamen „Christansgave“ (bedeutet Geschenk von Christian).

Heute bietet der Nationalpark Thy viele Möglichkeiten der Ruhe und der Erholung. Sie können Wandern, Radfahren in den Dünengebieten und den Wäldern und sie haben natürlich die Möglichkeit, in einem der vielen Seen oder in der Nordsee einen Fisch zu fangen.